Clickers Arbeitsschuhe – worauf es bei Berufsclogs ankommt
Wer nach Clickers Arbeitsschuhen sucht, meint in aller Regel eine Bauform und keine Technologie: den Berufsclog für Küche, Station und Labor. Zu diesem Namen ist im deutschen Fachhandel keine belastbare Herstellerdokumentation greifbar, deshalb steht hier kein Markenporträt, sondern das, was du an jedem Clog dieses Typs vor dem Kauf selbst prüfen kannst. Der wichtigste Punkt vorweg: Ein Clog ist nur dann Schutzausrüstung, wenn Norm und Klasse im Schuh stehen.
Berufsclogs für Küche, Station und Labor:
Berufsclogs bei Amazon ansehenWoran du geprüfte Ware erkennst
Berufsschuhe fallen unter Kategorie II der PSA-Verordnung. Das heißt: Vor dem Verkauf muss eine notifizierte Stelle eine EU-Baumusterprüfung durchgeführt haben, und das Ergebnis muss am Produkt ablesbar sein – nicht nur auf dem Karton, der im Regal bleibt. Diese Angaben gehören dauerhaft in den Schuh, meist auf ein eingenähtes Etikett oder in die Innensohle geprägt:
- CE-Zeichen am Schuh selbst.
- Normnummer mit Jahr, also EN ISO 20347:2022 für Berufsschuhe oder EN ISO 20345:2022 für Sicherheitsschuhe mit Kappe.
- Klassenkürzel wie OB, O1, O2, SB oder S2 samt Zusätzen wie SR oder ESD.
- Herstellername oder Marke, Typbezeichnung, Größe und das Herstellungsdatum mit Monat und Jahr.
Fehlt eines davon, ist es Schuhwerk und keine PSA – egal wie berufstauglich es aussieht. Ohne Datumsangabe kannst du außerdem nicht auf Alterung prüfen; PU-Sohlen altern auch ungetragen. Bei einem Namen ohne auffindbare Konformitätserklärung ist genau das dein Test am Wareneingang. Wie die Kürzel im Einzelnen zu lesen sind, steht im Ratgeber zu den Kennzeichnungen.
Was ein Clog normseitig überhaupt erreichen kann
Die Bauform deckelt die Klasse. Ist die Ferse offen, endet die Einstufung bei OB, weil ab O1 eine bauliche Umschließung der Ferse gefordert ist. OB wiederum schreibt nur die Grundanforderungen fest – Rutschhemmung, Sohlenverbund, Kraftstoffbeständigkeit – und lässt Antistatik sowie die geprüfte Fersendämpfung offen. Steht in deiner Betriebsanweisung O1 oder O2, scheidet die offene Bauform damit aus, und zwar unabhängig davon, wie fest sie am Fuß sitzt.
Umgekehrt ist ein Clog mit hinten geschlossener Kappe technisch ein normaler Berufsschuh und erreicht O1 oder mit abweisendem Obermaterial O2. Zehenkappen gibt es in dieser Bauform ebenfalls; sie führen zu SB oder S2 nach der Sicherheitsschuhnorm. Der praktisch wichtigste Zusatz ist in beiden Fällen SR, weil in Küche und Spülbereich Fett und Reiniger den Boden bestimmen. Die Systematik dahinter ordnen die Schutzklassen ein.
Passform: warum Clogs die Zehen verkrampfen
Ein Clog hat weder Schnürung noch Klettverschluss. Der Halt kommt allein aus dem Volumen über dem Rist – ist der Schuh nur eine halbe Nummer zu lang, hält der Fuß ihn unbewusst mit den Zehen fest. Diese Krallenhaltung läuft über Stunden mit und endet in verkrampften Zehen, Druckstellen an den Zehenrücken und gelegentlich in Wadenkrämpfen nach Feierabend. Deshalb gilt beim Clog die umgekehrte Faustregel zum Schnürschuh: eher knapp als großzügig, und Länge über die Einlegesohle feinjustieren statt über die Größe.
Zwei weitere Punkte prüfst du im Stehen. Erstens die Sohlenrolle: Eine ausgeprägte Abrollhilfe hilft beim Gehen ohne Fersenhalt, macht dich aber auf Tritten und Podesten wackelig, weil die Auflagefläche klein ist. Zweitens die Sprengung: Ein hoher Absatz kippt den Fuß nach vorn in den ohnehin engen Vorfußbereich. Wer viel steht und wenig geht, fährt mit flacher Sohle und breiter Standfläche besser.
Material, Hygiene und ESD
| Material | Reinigung | Schwäche |
|---|---|---|
| EVA-Monoblock | Abspülen, kurze Maschinenwäsche kalt | Sohle nutzt sich schnell ab, verformt sich bei Hitze |
| PU-Schaum, geschlossenzellig | Maschinell reinigbar, saugt nichts auf | Hydrolyse bei Dauerfeuchte und Wärme |
| Glattleder mit PU-Sohle | Nur abwischen | Verträgt keine Nässe von innen, trocknet langsam |
| Mikrofaser | Wischdesinfektion, teils waschbar | Weniger anpassungsfähig als Leder |
Das entscheidende Ausstattungsmerkmal ist ein herausnehmbares Fußbett. Nur damit trocknet der Schuh über Nacht wirklich durch, und nur damit lässt sich eine durchgelaufene Decke tauschen, statt das ganze Paar zu ersetzen. Heiß waschen solltest du nichts mit geklebter PU-Sohle: Alkalischer Reiniger und Hitze lösen die Verklebung.
Zum Thema ESD ein Hinweis, der oft untergeht: ESD verlangt einen Durchgangswiderstand unter 35 Megaohm nach IEC 61340-5-1 und ist damit etwas anderes als die antistatische Einstufung mit 0,1 bis 1000 Megaohm. Die Kette wirkt nur komplett – ein ESD-Clog über einer isolierenden Baumwollsocke oder einer nachgekauften Gel-Einlage leitet nichts mehr ab. Mehr dazu unter ESD-Arbeitsschuhe.
- Alle MarkenHersteller im Porträt
- BirkenstockFußbett und Professional-Linie
- AbebaKüche, Labor, Reinraum
- KücheFett, Hitze und SR
- PflegeLange Wege auf Station
Häufige Fragen
Gibt es Clickers-Modelle mit Zehenkappe?
Dazu liegt keine belastbare Herstellerangabe vor, deshalb nennen wir hier keine. Prüfe stattdessen die Kennzeichnung im Schuh: Steht dort EN ISO 20345 mit SB oder S2, ist eine 200-Joule-Kappe verbaut. Steht dort EN ISO 20347, ist keine drin.
Warum tun mir nach einer Schicht im Clog die Zehen weh?
Meist ist der Schuh zu lang oder zu weit. Ohne Verschluss halten die Zehen ihn bei jedem Schritt fest, und diese Dauerspannung ist genau das, was abends schmerzt. Eine Nummer kleiner oder eine dickere Einlegesohle löst das häufiger als ein weicheres Fußbett.
Reicht ein Clog als Schuh für die Warmküche?
Nur wenn der Spann geschlossen ist. Heißes Fett und kochende Flüssigkeit laufen sonst direkt in den Schuh und bleiben dort am Fuß. Über die Bauform hinaus entscheidet ohnehin die Gefährdungsbeurteilung deines Betriebs, welche Klasse verlangt wird.